Schwimmhilfen für Behinderte

Ausgestattet mit den richtigen Schwimmhilfen, ist es auch körperlich oder geistig behinderten Personen möglich zu schwimmen und sich sicher über Wasser zu halten.

Unabhängig von der Art und dem Schweregrad der Behinderung gibt es verschiedene, auf die individuellen Bedürfnisse der behinderten Menschen abgestimmte Schwimmhilfen.

Das wichtigste Entscheidungskriterium für eine geeignete Schwimmhilfe ist die Art der Behinderung und die damit einhergehenden körperlichen Einschränkungen.

Schwimmhilfen für Menschen mit Behinderung

Schwimmwesten

Bei schweren körperlichen oder geistigen Behinderungen ohne eigenständige Kopfkontrolle des Behinderten kommen spezielle Schwimmwesten in Frage, die die sichere Haltung des Kopfes im Wasser gewährleisten.

Besonders für Menschen, die an Multipler Sklerose, spastischen Behinderungen oder den Folgen eines Schlaganfalles leiden, sind diese Schwimmhilfen konzipiert worden.

Durch die Unterstützung des gesamten Körpers und die sichere Haltung des Kopfes werden Muskeln, Sehnen und Gelenke optimal entlastet.

Der Behinderte kann sich intensiv auf die Schulung von Gleichgewichtssinn und Körperkoordination konzentrieren, um so seine körperlichen Defizite auch im Alltag besser ausgleichen zu können.

Die große Auftriebswirkung dieser Westen erleichtert zudem Therapeuten die Behandlung der Behinderten im Wasser.

Schwimmkragen

Für leichtere körperliche Behinderungen mit eingeschränkter Kopfkontrolle eignen sich Schwimmkragen, die lediglich den Kopf sicher über der Wasseroberfläche halten, dem Körper jedoch volle Bewegungsfreiheit lassen.

Diese Schwimmhilfen eignen sich perfekt für Behinderte, die zwar auf die sichere Unterstützung im Wasser angewiesen sind, sich aufgrund ihrer nur bedingt eingeschränkten Körperfunktionen allerdings weitestgehend frei im Wasser bewegen können.

Auch hier werden Muskeln, Bänder und Gelenke perfekt entlastet.

Der Behinderte kann durch den Einsatz eines Schwimmkragens eigenständig am Muskelaufbau und der Kräftigung von Kreislauf und Atmung mitwirken.

Besonders gut eignen sich Schwimmkragen für den Einsatz von Bewegungstherapien im Wasser.

Schwimmkissen, Schwimmgürtel und Schwimmflügel

Bei der Benutzung von Schwimmkissen, Schwimmgürteln oder Schwimmflügeln muss die Kopfkontrolle des Behinderten definitiv gewährleistet sein, da bei diesen Schwimmhilfen lediglich der Körper durch den Auftrieb unterstützt wird.

Diese Schwimmhilfen liegen entweder am Bauch oder an den Armen eng am Körper an und helfen dem körperlich Behinderten, sich sicher über Wasser zu halten.

Geeignet sind diese Schwimmhilfen bei leichten Körperbehinderungen zum Therapieeinsatz, da die volle Beweglichkeit des Körpers im Wasser erhalten bleibt.